Musikbeschaffung - DJ-Lexikon - Jetzt DJ werden!

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Basiswissen
         Musikbeschaffung

Einführung
Die Wege, auf denen man an seine Musiktitel kommen kann, sind ebenso vielseitig wie unterschiedlich. Zentral ist dabei vor allem die Frage, auf welchem Medium der Musiktitel zur Verfügung stehen soll. Auf Basis dieser Frage ergeben sich unterschiedliche Quellen.

Tonträger, ganz gleich welchen Formats, sind seit Jahrzehnten auch beliebte Sammelobjekte. Ihre Eigentümer pflegen die Schallplatten und CDs oft sehr gut, und so können auch ältere Tonträger oft bedenkenlos gekauft werden. Es gibt einen regen Gebrauchtmarkt, gerade für CDs und Vinyls. Online kann man dabei vor allem auf Plattformen wie eBay, Amazon, Medimops, rebuy, momox, funrecords, buyzoxs und ähnlichen fündig werden. Oft lohnt sich aber auch der Gang über den guten alten Flohmarkt. In manchen Städten finden außerdem regelmäßig spezielle Musikflohmärkte, CD- und Schallplattenbörsen statt. Auch dort kann man seine eigene Sammlung um seltene Stücke ergänzen.

Vinyl
Die klassische Schallplatte hat zwar in den vergangenen Jahren eine Renaissance erlebt, dennoch gibt es kaum einen Datenträger, der für DJs schwieriger zu beschaffen ist. Der Markt für Vinyls ist immer noch klein und wird vermutlich in den kommenden Jahren wieder schrumpfen. Viele wissen dabei nicht, dass selbst aktuellste Produktionen auch auf den schwarzen Scheiben zu bekommen sind. Manchmal kommt man dafür um eine Bestellung der gewünschten Platte aber nicht herum.

Es gibt nur wenige Fachgeschäfte, die sich noch ganz der Schallplatte verschreiben. Diese meist kleinen Läden kommen vor allem in den Seitenstraßen großer Städte aber zum Glück immer noch vor. Oft kennen nur Insider diese Quellen für neue und alte Vinyls. In den großen (Elektro-)Fachmärkten haben die Vinyls im Idealfall gerade noch eine kleine Ecke. Meist findet man dort aber gar keine Schallplatten mehr. Deshalb muss man immer öfter auf den Onlinehandel zurückgreifen, um die gewünschte Schallplatte zu ergattern.



CD
Was für Vinyls gilt, trifft auch immer mehr für das Medium CD zu. Immer weniger Menschen neigen dazu ihre Wunschtitel auf diesem Datenträger zu kaufen, und das, obwohl das Format der CD seit Jahrzehnten unverändert ist und vermutlich auch in Zukunft keine merkliche Überarbeitung erfahren wird.  

Als Bezugsquelle kommen auch hier immer weniger Fachgeschäfte in Betracht. Im Wesentlichen bieten die Musikabteilungen der großen Elektronikfachmärkte und der Onlineversand den größten Markt. Für Schnäppchen oder Raritäten aus den vergangenen Jahren kommen aber auch CD-Börsen und Flohmärkte immer in Betracht.

MP3
Der wohl größte Vorteil an dem Medium der MP3-Dateien ist, dass man sie ohne große Wege zurückzulegen, auch nach Ladenschluss und von fast überall käuflich erwerben kann. Die große Gefahr besteht jedoch darin, sich auf undurchsichtigen Websites illegale Dateien herunterzuladen, die nicht nur eine schlechte Klangqualität sondern auch Urheberrechtsverletzungen und Viren mit sich bringen können. Onlineshops, in den man unbeschwert einkaufen kann, sind unter anderem

Ein genauer Blick auf die Unterschiede der Shops lohnt sich nicht nur in Bezug auf die Benutzerfreundlichkeit. Tests haben ergeben, dass nicht alle Shops denselben Umfang an lieferbaren Titeln besitzen und die Preise teilweise stark voneinander abweichen. Je spezieller der Musikgeschmack, desto glücklicher werden DJs oft mit den weniger bekannten Onlineshops, da es dort auch weniger bekannte Interpreten zu kaufen gibt.

Für Nutzer der Software Serato gibt es zusätzlich die Option über die firmeneigene Homepage www.whitelabel.net kostenlos MP3s zu beziehen. Dabei handelt es sich größtenteils um Promotionangebote. Den Kauf aktueller Musikstücke kann diese Seite nicht ersetzten, wohl aber ergänzen.

Ein sicherer Weg, um an qualitativ hochwertige MP3s zu kommen, ist es, sie selbst zu erstellen. Es gibt diverse Softwares, mit denen man die Musikdaten auf CDs in MP3s umwandeln kann. Wissenschaftlichen Untersuchungen zu Folge ist es dabei am besten, wenn man die CD zunächst als WAV-Datei einliest, und diese WAV-Daten dann mit einem guten Codec (Schlüssel) in MP3s umwandelt. Als Codec wurde der des Frauenhofer Instituts empfohlen. Diesen CODEC namens LAME gibt es zum Beispiel hier als kostenlosen Download.

Noch eine Anmerkung: iTunes wurde hier bewusst nicht aufgeführt, da dort leider keine MP3-Dateien vertrieben werden. Wer die dort gekauften AAC-Dateien aber in die nutzerfreundlichen MP3s umwandelt, wird gegebenenfalls auch mit diesem Shop glücklich.

MP3s aus Download- und Streamingdiensten
Es klingt verlockend: ein monatliches Abo, oftmals für weniger als 10€, und dafür so viel Musik bekommen, wie man nur möchte, inklusive aller aktuellen Hits. Zu diesen Abodiensten gehören vor allem die bekannten:

Die Dienste bieten alle zu unterschiedlichen Konditionen verschiedene Abonnements an. Hier alle Details aufzulisten, würde eindeutig zu weit führen. Bieten diese Dienste aber nun für mich als DJ eine brauchbare Quelle, um all meine Musik dort zu beziehen?

Die Antwort muss "Nein" heißen. DJs verarbeiten Musik anders, als dass ein privater Nutzer zu Hause tut. Vor allem solche Dienste, die ein reines Streaming zur Verfügung stellen, scheiden schon allein deshalb aus, weil sich gestreamte Musik nicht in DJ-Softwares verarbeiten lässt. Bietet ein Dienst ausnahmsweise auch eine "Offline-Funktion" an, ist diese aber immer an Bedingungen geknüpft. Die Musik lässt sich nur in den diensteigenen Playern offline abspielen und nicht in DJ-Softwares importieren. Spätestens im Kleingedruckten verbirg sich immer der Hinweis, dass die Musik nicht gewerblich genutzt werden darf. In Anbetracht empfindlicher Abmahnungen sollte man sich an diese rechtliche Bindung dringlich halten.

Eine Sonderform stellt "Monster Music" dar. Bei diesem Dienst werden die gewünschten Titel aus Radiosendungen im Internet mitgeschnitten und dem Kunden dann als MP3-Download zur Verfügung gestellt. Auch diese verlockende Alternative stellt neben der oft nur mäßigen Qualität der Mitschnitte vor allem rechtlich einige Stolperfallen. Deshalb kann auch von dieser Alternative zum legalen Musikkauf nur abgeraten werden.

STEMS
Ein noch nicht allzu weit verbreitetes Dateiformat, das sich jedoch deutlich von anderen Formaten abgrenzt, und daher hier gesondert Erwähnung finden soll, ist das STEMS-Format. Dabei handelt es sich um eine Unterart der MP4-Datei. Das Format wurde durch die deutsche Firma Native Instruments entwickelt und als Open-Source-Lösung veröffentlicht. STEMS-Dateien bieten den Vorteil, dass sie in vier separate Tonspuren aufgeteilt sind. Das bedeutet, dass der DJ in der Regel auf Baseline, Drums, Synth und Vocals völlig isoliert zugreifen kann. Jede der vier Tonspuren lässt sich getrennt voneinander starten, stoppen und in der Lautstärke regeln. So ergeben sich völlig neue Möglichkeiten des Remixens.

Dieses Dateiformat ist (noch) so speziell auf die Bedürfnisse von DJs zugeschnitten, dass die Dateien nur in wenigen Onlineshops verfügbar sind. Das sind bislang:
 
Copyright 2015. All rights reserved.
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü